I told you so – Schäuble muss 2012 doppelt so viel Geld an den neuen Rettungsfonds ESM überweisen wie bisher geplant

Veröffentlicht am Dezember 20, 2011

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Die Bundesregierung forciert das Tempo bei der Lösung der Euro-Krise: Finanzminister Schäuble muss laut einem Pressebericht 2012 doppelt so viel Geld an den neuen Rettungsfonds ESM überweisen wie bisher geplant. Der Beitrag soll auf mehr als acht Milliarden Euro steigen. 

 

 

Berlin – Wolfgang Schäuble stehen harte Zeiten bevor: Der Finanzminister muss im kommenden Jahr voraussichtlich einen doppelt so hohen Milliardenbetrag an den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) überweisen als ursprünglich gedacht. Momentan rechne man damit, im Jahr 2012 eine Rate in Höhe von rund 8,6 Milliarden Euro zu zahlen, sagte ein hochrangiges Regierungsmitglied der “Welt”.

Eigentlich sollte die erste Tranche für den neuen Rettungsschirm 4,3 Milliarden Euro betragen – und die sollte erst 2013 fließen. Die europäischen Regierungschefs hatten jedoch Anfang Dezember auf ihrem EU-Gipfel vereinbart, dass der ESM seine Arbeit bereits im Jahr 2012 und nicht erst Mitte 2013 aufnehmen soll. Er soll dann den vorübergehenden Rettungsfonds EFSF ablösen.

“Wenn man zunächst etwas mehr als die ursprünglich verabredete Summe zahlt, ist dies sicher nicht gegen die Interessen des Finanzministeriums”, sagte ein Sprecher Schäubles am Montag in Berlin. Der Sprecher wies zugleich einen Bericht zurück, dass sogar der volle deutsche Anteil auf einen Schlag im kommenden Jahr gezahlt werden könnte. “Dies ist nicht sehr wahrscheinlich”, sagte er. Konkrete Planungen werde es erst im Januar geben.

Der ESM soll einen geplanten Kapitalstock von 80 Milliarden Euro erhalten. Insgesamt soll die Bundesregierung in den permanenten Rettungsfonds 21,5 Milliarden Euro einzahlen. Ursprünglich wollte Deutschland dies in fünf jährlichen Tranchen ab 2013 erledigen.

Das Problem dabei: Bisher ist im Haushalt 2012 noch kein Beitrag für den ESM vorgesehen. Schäuble wird also einen Nachtragshaushalt beschließen müssen. Das soll voraussichtlich im Sommer geschehen. Die Neuverschuldung des Bundes wird sich um den ESM-Beitrag erhöhen, wenn nicht an anderer Stelle gespart wird. Bisher hat der Finanzminister 2012 ein Defizit von 26,1 Milliarden Euro eingeplant

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,804751,00.html

I told you so: http://kehraus.wordpress.com/2011/09/07/esm-das-europaische-ermachtigungsgesetz-kommt-und-es-sieht-sehr-schlecht-fur-uns-aus/

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