Die Energiesparlampen Lüge

Veröffentlicht am August 23, 2009

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Ab September endet in Europa die Glühbirnen-Produktion – doch was von der EU als Maßnahme zum Wohl von Verbraucher und Umwelt verkauft wird, hat vor allem Nachteile: Die neuen Energiesparlampen halten nicht, was sie versprechen – und sind wegen des Quecksilbergehaltes ein Gesundheitsrisiko.

Angeblich halten ESL mehr als doppelt so lange wie herkömmliche Birnen, angeblich sind sie genauso hell und angeblich sind sie umweltfreundlich. Das Problem ist: Nichts davon stimmt. Trotzdem aber soll der Energiesparlampe die Zukunft gehören.

Ab dem 1. September 2009 dürfen in Europa mattierte Glühlampen in 75 Watt, Globuslampen in 60 Watt, Kryptonlampen in 40 Watt und opalisierte Kerzenlampen in 25 Watt nicht mehr produziert und nicht mehr in die EU importiert werden

Viele wissen überhaupt nicht, was das bedeutet. Zwar sind die meisten darüber informiert, dass ab September die 100-Watt-Glühlampe verboten ist, aber dass auch sämtliche mattierten Lampen vom Markt verbannt werden, ganz gleich, ob sie 10, 40 oder 60 Watt haben, das sei ihnen nicht bewusst.

Verfügt hat das Verbot die EU-Energiekommission – vor allem auf Druck der deutschen Bundesregierung. Die Europäer sollen Energie sparen. Weil sie das – offensichtlich – nicht freiwillig tun, maßregelt die Brüsseler Kommission ihre Bürger, indem sie nach und nach sämtliche Glühlampen verbietet. Zuerst werden laut der Richtlinie “2005/32/EG” alle mattierten und die klare 100-Watt-Lampe verbannt, im nächsten Jahr folgt die 75-Watt-Lampe, und ab September 2012 soll ganz Europa schließlich glühlampenfreie Zone sein.

“Die Verbraucher denken nicht langfristig”, erklärt Ferran Taradellas Espuny, energiepolitischer Sprecher der EU-Kommission. “Sie bezahlen im Supermarkt doch lieber einen Euro für eine Glühlampe anstatt sechs für eine Energiesparlampe, obgleich sie das am Ende fünfzig Euro mehr an Strom kostet! Und weil der Markt so etwas nicht von selbst regelt, mussten wir eine Verordnung erlassen. Damit stellen wir sicher, dass alle Lampen vom Markt verschwinden, die zu viel Energie verbrauchen.”

Doch tatsächlich schießt die EU dabei mit Kanonen auf Spatzen. Denn die Kosten für Beleuchtung machen gerade mal 1,5 Prozent des Energiebedarfs eines privaten Haushalts aus.

Die Einsparpotentiale sind jedoch weit geringer als allgemein angegeben und in der politischen Diskussion angeführt, warnt “Öko-Test”-Redakteurin Gabriele Achstetter. Nie und nimmer ließen sich 80 Prozent Energie einsparen, wie die Politik zusammen mit der Industrie behauptet.

Um ihre Energiesparlampen an den Mann zu bringen, operieren alle großen Hersteller mit offensichtlichen Lügen.

So steht z.B. auf dem Karton einer 15W Energiespar-Spotleuchte mit 80 Grad Ausstrahlwinkel der große Aufdruck mit 15W = 75W. Im Kleingedruckten jedoch die Angabe 335cd, cd steht für Candela, die Lichtmenge, die die Lampe abgibt.

Eine herkömmliche 75W-Spotleuchte, 80 Grad Ausstrahlwinkel, strahlt hingegen eine Lichtmenge von 660cd – also fast doppelt so hell wie die angeblich vergleichbare Energiesparlampe.

Also genau das, was jeder schon mit bloßem Auge sieht.

Die EU. Warum verbietet die – abgesehen von der 100-Watt-Lampe – auch alle matten Lampen?

“Weil die Mattierung soviel Licht schluckt”, sagt EU-Sprecher Taradellas Espuny.

Er hätte vielleicht mal einen Blick in den Katalog eines großen Leuchtmittelproduzenten werfen sollen. Dort sind die Lichtleistungen aller Lampen angegeben. Laut Katalog produziert eine klare 60-Watt-Glühlampe 710 Lumen. Und eine mattierte 60-Watt-Glühlampe? Auch 710 Lumen.

Da fragt man sich ob der Mann es nicht besser weiß – dann muß er seinen Job einem Profi überlassen, oder ob er von der Industrie mit einigen schwarzen Lichtensteinkoffern Weichgeschmiert wurde um uns offensichtlich anzulügen.

Trotzdem werben die Hersteller aggressiv für die Leuchtstofflampen. Schließlich sind die Gewinnmargen weit höher als bei klassischen Glühlampen. Und da liegt der wahre Hase im Pfeffer.

Doch als das Magazin “Öko Test” 16 marktübliche Modelle untersuchen ließ, kam es zu einem vernichtenden Urteil: Keine der Lampen hielt so lange wie vom Hersteller versprochen. Keine war so hell wie die vergleichbare Glühlampe, die sie ersetzen sollte. Und ohne Ausnahme wurde die Qualität des Lichts mit der Note “mangelhaft” bewertet. Außerdem empfahlen die Tester, die Leuchtmittel nicht in Körpernähe, beispielsweise in Schreibtischlampen einzusetzen, da ihre Strahlung gängige Grenzwerte um ein Vielfaches übertrafen.

Doch obwohl Skepsis angebracht ist, gibt es einen Ort in Deutschland, der in vorauseilendem Gehorsam schon Ende dieses Jahres glühlampenfrei sein will: Norderney. Wenn es Nacht wird auf der Nordseeinsel, gehen in Cafés, Läden und Wohnungen die Energiesparlampen an. Gesponsert wird die Aktion von einem großen Leuchtmittelhersteller. Entstanden ist die Idee dazu in einer weinseligen Nacht: Der Norderneyer Elektrohändler Uwe Rosenboom saß mit einem Philips-Manager nach einem opulenten Dinner an der Bar, man trank ein Glas Wein, oder vielleicht auch eins mehr, als der Manager bekundete, dass seine Firma eine Gemeinde suche, die man glühlampenfrei machen könne.

Deshalb ist Norderney eine Art Anti-Glühlampen-Bewegung entstanden. Deren Motor ist Tobias Pape. Mit missionarischem Eifer fahndet der städtische Angestellte nach vermeintlichen Umweltsündern, checkt Restaurants und Läden auf die schlimmen Glühlampen. Weil Pape die Einsparmöglichkeiten der Energiesparlampen verklärt und deren Risiken und Nebenwirkungen kleinredet, hält sich der Widerstand der Insulaner in Grenzen – auch weil es für die Glühlampen eine Abwrackprämie gibt. Öffentlichkeitswirksam werden sie vernichtet.

Immerhin lassen sie sich Glühlampen problemlos entsorgen – bei Energiesparlampen ist das anders. Denn die enthalten das hochgiftige Umweltgift Quecksilber. Das hat die EU zwar seit April in anderen Geräten, die im Haushalt verwendet werden, verboten, in Fieberthermometern oder in Barometern zum Beispiel, aber in der Sparlampe ist es weiter erlaubt.

Höchstens fünf Milligramm dürfen in einer Kompaktleuchtstofflampe verwendet werden. Doch dieser Grenzwert wird häufig weit überschritten. Es ist viel schwieriger bei der Produktion so wenig Quecksilber wie nur nötig in die Lampe zu geben, um sie zum Leuchten zu bringen. Es ist viel einfacher, statt fünf zehn oder fünfzehn Milligramm reinzuhauen.

Wenn so eine Lampe im Haushalt zu Boden fällt und zerbricht, dann müsste eigentlich sofort die Umweltpolizei alarmiert werden.
Die Hersteller raten dazu zunächst das Zimmer abzuschließen und für 24 Stunden zu lüften.
Dann mit Mundschutz, Handschuhen und Schutzkleidung das Zimmer Betreten und vorsichtig Aufnehmen ohne zuviel Staub aufzuwirbeln. Auf keinen Fall den Staubsauger verwenden, der verteilt das Hochgiftige Quecksilber sonst überall.
Die Reste in einem luftdicht schließenden Behäter zu einem Giftmüllcontainer bringen der für Quecksilber zertifiziert ist.

Tolle Wurst!

Ich wette die Masse schmeißt das Zeug einfach in den Abfall und saugt die Reste auf.

Veröffentlicht unter:Täglicher Wahnsinn